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DGI Gesundheitsnews: Gender Dentistry

19 Aug 2017

Während die Gender-Medizin schon über viele Jahre Pionierarbeit in der medizinischen Geschlechterforschung geleistet hat, ist es in der Zahnmedizin noch neu, dass systematisch Geschlechterunterschiede erfasst und erforscht werden – das betonte PD Dr. Dr. Christiane Gleissner, Präsidentin der Fachgesellschaft Gender Dentistry International, kürzlich im Rahmen einer Kongress-Pressekonferenz. Viele Studien hätten mittlerweile Daten gezeigt, die nicht nur Geschlechterunterschiede bei Mund-Erkrankungen zeigten, sondern auch deutlich machten, dass zahnmedizinische Forschung und Lehre mit diesem Fokus um einen wichtigen Aspekt erweitert würden.

Prävention und Therapie seien zwingend auch unter dem Blickpunkt des Geschlechts der Patienten zu beachten. Manche Unterschiede seien rein biologisch gut zu erklären, andere seien Folge von Rollenbildern. Ein wichtiges Thema sei die Parodontitis: Nicht zuletzt Geschlechtshormone beeinflussten das Immunsystem und damit auch den Kampf auch gegen orale Mikroorganismen; die höhere Zahl parodontalerkrankter Männer könne auch in ihrer schwächeren Immunantwort begründet sein. In der Schwangerschaft stellten eher Zahnfleischerkrankungen als Karies ein Zahnverlust-Risiko in der Schwangerschaft dar, und die Hormonumstellung in der Menopause könne negative Folgen für den Kieferknochen und den Zahnerhalt haben.

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